Einrichtung eines Monitoringgebietes in Rheinland-Pfalz

An alle Jäger in den Revieren im Landkreis Kusel

Seit 11.01.2020 gilt, wie bekannt, folgende Anordnung:

Einrichtung eines Monitoringgebietes in Rheinland-Pfalz

Das Gebiet des Landes Rheinland-Pfalz wird zum Monitoringgebiet (Überwachungsgebiet) für Afrikanische und Klassische Schweinepest erklärt, für das Folgendes gilt:

  1. Jagdausübungsberechtigte haben im Monitoringgebiet von jedem gesund erlegten Wildschwein bis zu einem Gewicht von 20 kg (aufgebrochen) unverzüglich Proben (Blut (Serum) oder bluthaltige Körperhöhlenflüssigkeit) zur Untersuchung auf Klassische Schweinepest zu entnehmen und zusammen mit dem Probenbegleitschein dem Landesuntersuchungsamt in Koblenz zu übersenden.
  2. Jagdausübungsberechtigte haben im Monitoringgebiet von jedem krank erlegten Wildschwein sowie von jedem Wildschwein, das beim Aufbrechen mit bloßem Auge erkennbare pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigt, unverzüglich Proben (Blut (Serum) oder bluthaltige Körperhöhlenflüssigkeit) zur Untersuchung auf Afrikanische und Klassische Schweinepest zu entnehmen und zusammen mit dem Probenbegleitschein dem Landesuntersuchungsamt in Koblenz zu übersenden.
  3. Jagdausübungsberechtigt haben im Monitoringgebiet von jedem verendeten Wildschwein – dies umfasst auch nach Autounfällen verendet aufgefundene Tiere –unverzüglich Proben (Blut (Serum) oder bluthaltige Körperhöhlenflüssigkeit) zur Untersuchung auf Afrikanische und Klassische Schweinepest zu entnehmen und zusammen mit dem Probenbegleitschein dem Landesuntersuchungsamt in Koblenz zu übersenden.
  4. In den Fällen der Nummern 2 bis 3 kann anstelle der Blutproben oder Proben bluthaltiger Körperhöhlenflüssigkeit auch der gesamte Tierkörper zusammen mit dem Probenbegleitschein an das Landesuntersuchungsamt in Koblenz gesendet bzw. dort abgegeben werden.
  5. Jagdausübungsberechtigte haben den Fundort von Fallwild unverzüglich, gut sichtbar und witterungsbeständig zu kennzeichnen. Es sollte eine zusätzliche Georeferenzierung des Fundorts durchgeführt werden.

Das Tollwutmonitoring bei den Füchsen gilt weiterhin wie bisher. Die Anzahl von Indikatortieren bei Füchsen und Wildschweinen ist im Landkreis Kusel sehr niedrig und sollte dringend erhöht werden.

Der Probenbegleitschein und die konsolidierte Fassung dieser Tierseuchenrechtlichen Anordnung sind auf der Homepage des Landesuntersuchungsamtes (www.lua.rlp.de) unter „Service > Downloads > Tierseuchen > Schweinepest“ abrufbar.

Begleitscheine für Füchse stehen auch im Internet zum Ausdrucken bereit.

Ebenso können Begleitscheine und Beprobungsröhrchen beim Veterinäramt abgeholt werden.

Mit Weidmannsheil

Bernd Klinck KJM